Besuch aus dem Ural

Vor gut einem Jahr haben Schülerinnen und Schüler der Freien Waldorfschule Ostfriesland zwei große Pakete mit warmer Kleidung, vielen schönen selbstgemalten Bildern und einem weihnachtlichen Gruß auf die lange Reise nach Russland geschickt. Diese Pakete waren für das Kinderheim Rosinka im Ural bestimmt, dessen Kinder sich sehr über die warme Kleidung und die Bilder gefreut haben.

Die 4. Klasse mit ihrer Russischlehrerin Frau Natalia Neumann (Links) und der Mitarbeiterin aus dem Kinderheim Rosinka Frau Gundyreva Ekaterina (Mitte).
Die 4. Klasse mit ihrer Russischlehrerin Frau Natalia Neumann (Links) und der Mitarbeiterin aus dem Kinderheim Rosinka Frau Gundyreva Ekaterina (Mitte).

 

Nun war Gundyreva Ekaterina, eine Mitarbeiterin aus diesem Kinderheim, zu Gast bei der 4. Klasse der Freien Waldorfschule Ostfriesland und ihrer Lehrerin Natalia Neumann und hat neben Neujahrsgrüßen auch viele, von den Kindern aus dem Heim selbst gebastelte Bilder mitgebracht.

 

Eine wunderbare Gelegenheit für die Schülerinnen und Schüler, während des Russischunterrichts ihr Wissen über Russland und speziell auch über das Kinderheim Rosinka zu erweitern. Dementsprechend viele Fragen kamen aus der anfangs noch schüchternen Schülerschar, doch die Unterrichtsstunde war schnell vorbei und noch so viele Fragen übrig.

 

Eines wissen die Schüler nun ganz genau:

In Russland wird Weihnachten erst am 7. Januar gefeiert (Heilig Abend am 6. Januar), die Geschenke gibt es jedoch zu Neujahr und werden von Väterchen Frost und den Schneemädchen gebracht.

 

Das Kinderheim Rosinka hat Platz für 30 Kinder und ist im Moment mit 17 Kindern (4 Jungs und 13 Mädchen) im Alter von 6 bis 12 Jahren belegt. Im Heim leben zum Teil Waisenkinder, aber auch ganz oft Kinder, die vom Jugendamt aus ihren Familien genommen wurden und dann im Heim bleiben müssen, bis sich die Situation innerhalb der Familie wieder gebessert hat, oder bis sie erwachsen sind. Auch der Tagesablauf und die Schulsituation hat alle sehr interessiert.

 

Den Kontakt zum Kinderheim möchten die Schülerinnen und Schüler gerne weiter pflegen und auch die Kinder aus dem Heim sind sehr an einem weiteren Kontakt interessiert.

 

Silke Diener